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Erfolgsgeschichten

Erwachsenenbildung ist mehr als Wissensvermittlung – sie ist ein Motor für gesellschaftlichen Wandel. Die Projekte der KEBÖ-Verbände beweisen: Ob in ländlichen Regionen oder urbanen Zentren, Bildung schafft Teilhabe und stärkt den Zusammenhalt. Klicken Sie sich durch unsere Projekte und entdecken Sie, wie Bildung wirkt!

Demokratie lernen
mit #politisch.sein

Mit #politisch.sein setzt das Forum Katholischer Erwachsenenbildung in Österreich seit Frühjahr 2026 ein klares Zeichen für politische Bildung, demokratische Kultur und gesellschaftliche Verantwortung.

Die Initiative trägt dazu bei, dass Menschen politische Zusammenhänge besser verstehen, eigene Positionen entwickeln, kritisch urteilen und sich aktiv in die Gesellschaft einbringen können. Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung stärkt #politisch.sein demokratische Mündigkeit, Dialogfähigkeit und die Bereitschaft zur gesellschaftlichen Mitgestaltung.

Seit dem Start im Frühjahr 2026 fanden im Rahmen der Initiative bereits über 100 Veranstaltungen statt, weitere sind geplant. Sie schaffen Räume für Begegnung, offenen Austausch und kritisches Denken und machen politische Bildung im kirchlichen Kontext in ganz Österreich sichtbar.

Kirchliche Erwachsenenbildung leistet dabei einen wichtigen Beitrag: Als parteiunabhängiger und werteorientierter Bildungsbereich bringt sie Fragen nach Menschenwürde, Gerechtigkeit, Frieden und Verantwortung in gesellschaftliche Debatten ein. Dabei geht es nicht darum, fertige Antworten vorzugeben, sondern Menschen zur eigenen Urteilsbildung und zu verantwortlicher Mitgestaltung zu befähigen.
Getragen wird die Initiative von der Vernetzung Politische Bildung im Forum Katholischer Erwachsenenbildung, in der seit 2013 kirchliche und zivilgesellschaftliche Einrichtungen zusammenarbeiten. #politisch.sein stärkt so demokratische Kompetenz und schafft konkrete Möglichkeiten, gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Podiumsdiskussion anlässlich der Auftaktveranstaltung in Salzburg. Im Bild (v.l.n.r.): Moderatorin Kathrin Karloff, die Redner:innen Andreas G. Weiß, Regina Petrik und Markus Schlagnitweit sowie Moderator Rainald Tippow

„Politische Bildung ist keine Parteipolitik. Sie ist ein Dienst an der Demokratie – an Gewissen, Urteilsfähigkeit und Menschenwürde. Kirche bildet keine Wählergruppen, sondern mündige Bürgerinnen und Bürger.“

Andreas G. Weiß
bei der Auftaktveranstaltung zur Initiative #politisch.sein

Erinnerungskultur lernen
mit Ruth Maier – Ausstellung in Einfacher Sprache & Workshops

Die Ausstellung „Das kurze Leben der Ruth Maier“ in Einfacher Sprache und die begleitenden Workshops schaffen niederschwellige Zugänge zur Holocaust Education. Durch partizipative Gestaltung und mehrsprachige Vermittlung wird Geschichte greifbar.

Die Ausstellung „Das kurze Leben der Ruth Maier“ und die dazugehörigen Workshops sind ein innovatives Vermittlungsprojekt der Wiener Volkshochschulen, des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) und des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW). Durch die Übersetzung in Einfache Sprache und die partizipative Erarbeitung mit Kursteilnehmer*innen der Basisbildung wird Holocaust Education für ein breites Publikum zugänglich – insbesondere für Menschen mit Fluchterfahrung oder geringen Deutschkenntnissen.

Die Ausstellung erzählt das Leben von Ruth Maier, einer jungen Jüdin, die 1942 im Holocaust ermordet wurde. Ihre Tagebücher und Briefe bilden die Grundlage für die Ausstellungstafeln, die in Einfacher Sprache, Standarddeutsch und Englisch verfasst sind. Die Workshops vertiefen die Themen der Ausstellung und bieten Raum für Reflexion und Austausch.

Seit 2022 tourt die Ausstellung durch über 25 Standorte in ganz Österreich, von Volkshochschulen bis zu Museen und Rathäusern. Bei den begleitenden Multiplikator:innen-Workshops, die in sieben Bundesländern angeboten wurden, wurde die Verknüpfung historischer Ereignisse mit aktuellen Fragestellungen, auch (aber nicht nur) entlang eigener Migrations- bzw. Fluchterfahrungen mit über 90 Erwachsenenbildner:innen erarbeitet.

Das Projekt zeigt, wie Erwachsenenbildung durch niederschwellige, partizipative Formate gesellschaftliche Themen zugänglich macht und einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet. Es trägt dazu bei, dass sich Menschen mit historischen Zusammenhängen auseinandersetzen und diese mit eigenen Erfahrungen verknüpfen können.

„Man sollte diese Ausstellung möglichst vielen Menschen zeigen. Man sollte sie drauf aufmerksam machen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, dass Freiheit etwas besonderes ist, für das wir einstehen müssen, und dass wir trotz allem eine Hoffnung bewahren sollten.“

Helmut Mödlhammer,
Vorstandsvorsitzender der Volkshochschule Salzburg, bei der Präsentation der Ausstellung im Salzburger Rathaus

Deutsch lernen
mit Viktoriia: Ankommen durch Sprache

Vor rund drei Jahren kam die Ukrainerin Viktoriia Shybetska nach Österreich und fand über das WIFI ihre berufliche Heimat als Deutschtrainerin. Mit viel Engagement, Geduld und einer motivierenden Lernatmosphäre unterstützt sie Menschen mit Migrationshintergrund beim Spracherwerb und ihrem Einstieg in das Berufsleben – und entwickelt sich dabei auch selbst kontinuierlich weiter.

Als die studierte Germanistin Viktoriia vor rund drei Jahren aus der Ukraine nach Österreich kam, suchte sie nach einer Aufgabe, die ihren Fähigkeiten entspricht und gleichzeitig Sinn stiftet. Heute unterstützt sie als Deutschtrainerin am WIFI St. Pölten Menschen mit Migrationshintergrund dabei, die deutsche Sprache zu erlernen und sich beruflich wie gesellschaftlich in Österreich zu integrieren.

Den Einstieg in ihre neue Rolle fand sie durch die gezielte Unterstützung des WIFI. Die fachlichen und didaktischen Grundlagen hatte sie bereits zuvor durch einen DaF/DaZ-Lehrgang sowie Hospitationen erworben und konnte diese durch Weiterbildungsangebote des WIFI weiter vertiefen. In ihrem Unterricht setzt sie auf eine wertschätzende, motivierende Lernatmosphäre, die Humor, Praxisnähe und klare Strukturen verbindet.

Ihre Arbeit zeigt unmittelbare Wirkung: Teilnehmer:innen gewinnen sprachliche Sicherheit, bestehen Prüfungen, bewältigen Alltagsaufgaben selbstständiger und verbessern ihre Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben. Besonders wichtig ist ihr dabei, auch Menschen zu motivieren, die dem Lernen zunächst skeptisch gegenüberstehen. Sie sieht es als ihre Aufgabe, Perspektiven aufzuzeigen und Interesse zu wecken.
Ihre Erfolgsgeschichte macht damit zweierlei sichtbar: Einerseits, wie das WIFI qualifizierte Menschen dabei unterstützt, ihre beruflichen Potenziale zu entfalten und andererseits, welchen nachhaltigen gesellschaftlichen Beitrag qualitätsvolle Weiterbildung leisten kann – indem sie Zukunftschancen eröffnet, Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beschäftigung begleitet und Integration fördert.

	Alternativtext zum Bild	Frau mit langen blonden Haaren in grünem Oberteil steht lächelnd vor einem Flipchart und hält einen Stift in der Hand.

© Josef Bollwein

„Ich sehe es als meine Aufgabe, Interesse zu wecken.“

Viktoriia Shybetska,
WIFI-Trainerin

Digitalisierung in der Erwachsenenbildung lernen
mit dem #ebcamp26

Das #ebcamp ist ein jährlich stattfindendes Barcamp für Erwachsenenbildner und Interessierte. 2026 fand es bereits zum achten Mal statt. Rund 45 Teilnehmende aus fünf Ländern nutzten zwei Tage lang den offenen Raum, um aktuelle Fragen der Digitalisierung und insbesondere der Künstlichen Intelligenz gemeinsam zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen.

Das #ebcamp ist ein von KEBÖ und bifeb veranstaltetes Barcamp zur Digitalisierung in der Erwachsenenbildung. Anders als bei klassischen Tagungen gibt es keine vorab festgelegten Vorträge oder Workshops. Die Teilnehmenden bestimmen selbst, welche Fragen sie beschäftigen, bringen ihr Wissen und ihre Erfahrungen ein und gestalten so das Programm gemeinsam.

Beim achten #ebcamp am 5. und 6. Mai 2026 nahmen rund 45 Personen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Polen und Kroatien teil. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf Künstlicher Intelligenz. Diskutiert wurde unter anderem, welche KI-Kompetenzen künftig notwendig sind, wie sich Lernen und Kommunikation verändern und welche Bedeutung Begegnung, kritische Reflexion und didaktische Qualität weiterhin haben. Weitere Themen waren digitale Lernräume, Demokratiebildung und gesellschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung.

Der Impact reicht über die beiden Veranstaltungstage hinaus: Das #ebcamp stärkt die Vernetzung von Erwachsenenbildner über Organisations- und Ländergrenzen hinweg und ermöglicht gemeinsames Lernen auf Augenhöhe. Neue Ideen und Erfahrungen fließen unmittelbar in die eigene Bildungsarbeit ein. Die dokumentierten Session-Ergebnisse bleiben öffentlich zugänglich und bilden mittlerweile einen wachsenden Wissens- und Erfahrungsschatz zur Digitalisierung in der Erwachsenenbildung. Die konstanten Teilnahmezahlen und viele wiederkehrende Teilnehmende zeigen, dass eine nachhaltige Community entstanden ist.

Teilnehmende des #ebcamp26 zur Digitalisierung in der Erwachsenenbildung.

© Bianca Baumgartner

„Das beste Online-Barcamp, bei dem ich je war.“

#ebcamp-Teilnehmer:in

Loslassen und Begleiten lernen
mit Anna M.

Annas Tochter ist 14 und ihre Zukunftspläne ändern sich laufend. Mal interessiert sie sich für eine Ausbildung, dann möchte sie doch jene Schule besuchen, für die sich ihre Freundin entschieden hat. Für Anna ist es nicht einfach, zwischen Unterstützen, Beraten und Loslassen den richtigen Weg zu finden.

Meine Tochter ist 14. Wenn wir über ihre Zukunft sprechen, kann sich ihre Meinung innerhalb weniger Wochen ändern. Eigentlich interessiert sie sich für einen bestimmten Beruf und könnte sich eine Lehre gut vorstellen. Dann möchte ihre beste Freundin in eine weiterführende Schule wechseln – und plötzlich ist genau diese Schule auch für meine Tochter interessant.

Als Mutter macht mich das manchmal unsicher. Soll ich ihr sagen, was ich für sinnvoll halte? Soll ich sie an das erinnern, was sie vor ein paar Wochen noch unbedingt wollte? Oder soll ich mich lieber zurückhalten?

Deshalb habe ich ein Angebot für Eltern und Bezugspersonen der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft besucht. Das hat mir geholfen zu verstehen, dass diese Unsicherheit mit 14 dazugehören darf. Eine Bildungs- oder Berufsentscheidung muss nicht meine Entscheidung sein.

Heute versuche ich deshalb anders zu fragen: Was interessiert dich an dieser Schule? Was gefällt dir an diesem Beruf? Würdest du dich auch dafür entscheiden, wenn deine Freundin etwas anderes macht? Was möchtest du einmal ausprobieren?

Natürlich diskutieren wir trotzdem. Und nächste Woche kann wieder alles anders aussehen. Aber ich habe nicht mehr das Gefühl, für meine Tochter die richtige Antwort finden zu müssen. Ich kann ihr helfen, herauszufinden, was zu ihr passt – und ihr gleichzeitig zutrauen, Schritt für Schritt ihren eigenen Weg zu finden.

Zwei junge Frauen umarmen sich lachend auf einer gepflasterten Straße in einer Altstadt

© Valeriy G. // Getty Images

„Ich dachte, ich muss meiner Tochter bei der Berufswahl Antworten geben. Heute weiß ich: Oft helfen ihr meine Fragen viel mehr.“

Anna M.,
Mutter einer 14-jährigen Tochter, Teilnehmerin eines Angebots der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft für Eltern und Bezugspersonen

EU lernen
mit der Gewerkschaftsschule Österreich

Die Auseinandersetzung mit der EU, ihrem Aufbau und der Möglichkeit zur demokratischen Teilhabe stellt einen Schwerpunkt der Gewerkschaftsschule dar.

Die Bildungsreisen der österreichischen Gewerkschaftsschulen nach Brüssel bieten Teilnehmer:innen der österreichischen Gewerkschaftsschulen die Möglichkeit, einen Einblick in die EU-Politik und gewerkschaftlich relevante Handlungsfelder und Strukturen auf EU-Ebene zu erlangen.

Die Bildungsreise umfasste drei Übernachtungen in Brüssel, inklusive An- und Abreise dauerte die Reise vier Tage. Sie soll den Gewerkschaftsschulteilnehmer:innen die Möglichkeit bieten, die aus gewerkschaftlicher Sicht relevanten Institutionen auf EU-Ebene kennenzulernen und ihr Zusammenspiel verstehen zu können. 

Folgende Programmpunkte waren für alle Gruppen geplant:  

  • Politischer Stadtspaziergang 
  • Besuch des EU-Parlaments evtl. inkl. Diskussion mit Parlamentarier:in  
  • Besuch der EU-Kommission 
  • Besuch des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) 
  • Besuch des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA)  
  • Besuch des ÖGB-/AK-Europabüros 
  • Besuch des Hauses der Europäischen Geschichte 
  • Besuch des Parlamentariums 

2025 nahmen 273 österreichweit an der Bildungsreise teil.

2026 konnten 188 Teilnehmer:innen im Rahmen der Bildungsreise die EU-Institutionen in Brüssel besuchen.

Die Bildungsreisen nach Brüssel werden im Rahmen einer Akkreditierung von Erasmus+ finanziell gefördert.

Leerer Plenarsaal mit Sitzreihen und EU-Flagge sowie zahlreichen Länderflaggen im Hintergrund

© RossHelen // Canva

„Mir war vor der Reise die Zusammenarbeit und die Aufgaben der einzelnen Organisationen nicht bewusst. Ich war positiv überrascht, dass wir eine so starke und engagierte Arbeitnehmervertretung in Brüssel haben, die sich für unsere Anliegen einsetzt. […] Danke, dass uns diese Reise ermöglicht wurde – sie hat uns nicht nur geistig gebildet, sondern auch das soziale Miteinander gestärkt.“

Teilnehmer:in der Gewerkschaftsschule

Informelle Kompetenzen lernen
mit den Repair Cafés

Repair Cafés bieten einen Raum für Austausch, Vernetzung und die Erweiterung informeller Kompetenzen. Durch das Reparieren von kaputten Alltagsgegenständen leisten sie einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigen Strukturen. Die Mitgliedseinrichtungen des Rings Österreichischer Bildungswerke setzen diesen Ansatz in ganz Österreich aktiv um und halten so die Idee der Repair Cafés lebendig.

Repair Cafés boomen. Sie bieten einen Raum für Austausch, Vernetzung und die Erweiterung informeller Kompetenzen. Durch das Reparieren von kaputten Alltagsgegenständen leisten sie einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigen Strukturen.

Eine Studie, durchgeführt von der AK Wien, Re-Use Austria und dem Umweltdachverband, zeigt, dass vor allem die Service- und Koordinierungsstellen in ländlich angesiedelten Bildungseinrichtungen zum Erfolg beitragen. Freiwillige werden bei der Gründung, beim Betrieb und bei der Terminkoordination der Cafés unterstützt. Besonders erfreulich ist, dass unsere Mitgliedseinrichtungen diesen Ansatz in ganz Österreich aktiv umsetzen. Regelmäßig finden zahlreiche Repair Cafés in österreichischen Gemeinden statt.

Unsere Repair Cafés florieren in Kärnten, SalzburgOberösterreich und in Tirol, koordiniert durch das Kärntner – und Salzburger Bildungswerk, das Tiroler Bildungsforum und kuli – Kultur.Land.Impulse (Mitglied der arge region kultur). Und in der Repair Café Akademie des Tiroler Bildungsforums wurde das ABC von der Gründung bis zur Durchführung eines Repair Cafés erklärt.

Teilnehmende des Repair Cafés bei der Reparatur einer Nähmaschine.

© Kresser Fotografia

Energiewende lernen
mit den Öko-Boosters

Mit dem Öko-Booster vereinen das BFI Wien und Jugend am Werk erfolgreich Klimaschutz und Integration. Das innovative Ausbildungsprojekt qualifiziert junge Erwachsene für Berufe der Energiewende und wurde dafür 2024 mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnet.

Sie werden Photovoltaikanlagen installieren, Wärmepumpen anschließen, Häuser dämmen. Den Abschluss, der sie dazu befähigt, erwerben die Klimaretter:innen von morgen im Projekt „Öko-Booster“. Bis 2027 werden über 100 junge Erwachsene zum Lehrabschluss Elektrotechnik sowie Installations- und Gebäudetechnik mit Schwerpunkt grüne Technologien geführt. Damit können die Absolvent:innen einen zentralen Beitrag zur Energiewende beitragen – etwa zum langfristigen Ausstieg aus Gas.

Staatspreis für Erwachsenbildung

Durchgeführt wird das Projekt von BFI Wien und Jugend am Werk, die dafür 2024 mit dem Staatspreis für Erwachsenenbildung ausgezeichnet wurden. „Das Projekt Öko-Booster leistet einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung einer umweltfreundlichen Energieversorgung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zu Schlüsselfiguren im Kampf gegen den Klimawandel“, lobte die Jury, bei der Preisverleihung. Über die Auszeichnung freuten sich auch die Fördergeber AK Wien, AMS Wien und waff.

Bildungshürden werden abgebaut

Doch das Projekt ist nicht nur ein wichtiges Element im Kampf gegen den Klimawandel, es bietet auch jungen Menschen Perspektiven. Die Ausbildung richtet sich an junge Arbeitssuchende, insbesondere an Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte, die aufgrund ihrer Bildungsbiografie oft vor besonderen Herausforderungen stehen. Um Bildungshürden abzubauen, wurden beim Öko-Booster Berufsbildung und Basisbildung zusammengedacht: Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit in einem sechsmonatigen, bilingualen Vormodul unter anderem ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und Basisqualifikationen zu erlernen. Teil des Projekts ist zudem sozialpädagogische Begleitung sowie ein Kultur- und Sportprogramm.

Der Öko-Booster verbindet ökologische Transformation mit sozialer Integration und zeigt, wie Bildungsangebote gleichzeitig mehrere gesellschaftliche Herausforderungen adressieren können. Das Programm läuft bis 2027 und kann als Modell für zukünftige Ausbildungsinitiativen dienen, die Klimaschutz, Fachkräftesicherung und Integration miteinander verbinden.

Die zwei Geschäftsführer des BFI Wien und zwei Teilnehmer:innen des Projekts Öko-Booster stehen lächelnd hinter einem Solarpanel im Freien.

© Sebastian Kaczor