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Kooperatives System der Erwachsenenbildung

Das Kooperative System der österreichischen Erwachsenenbildung ist eine gemeinsame Initiative der zehn Verbände der KEBÖ und des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung (bifeb), die vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung unterstützt wird.
Sein Schwerpunkt liegt auf der Professionalisierung und Qualitätsentwicklung mit dem Ziel, bedarfsgerechte, chancengerechte und innovative Erwachsenenbildung flächendeckend anzubieten. Die einzelnen Verbände bleiben dabei eigenständig und gestalten ihre Bildungsangebote selbst. Gleichzeitig arbeiten sie bei übergreifenden Fragen zusammen und bringen ihre Expertise in die bildungspolitische Interessenvertretung ein. Die KEBÖ übernimmt im Kooperativen System der Erwachsenenbildung eine verbindende Rolle: Sie bündelt die Expertise der Verbände, fördert den Austausch und sorgt für eine professionelle und zielgerichtete Erwachsenenbildung in ganz Österreich.

Um Synergien zu stärken, hat das bifeb seit 2026 die Führung der Geschäftsstellen von Ö-Cert und Level Up – Erwachsenenbildung übernommen und die Weiterbildungsakademie (wba) eingegliedert. So werden Wissen, Erfahrung und Strukturen enger verzahnt – ein Schritt, der die Professionalisierung und Qualitätssicherung des Systems weiter stärkt, während alle bestehenden Angebote erhalten bleiben.

Die Vertreter:innen des Kooperativen Systems der Erwachsenenbildung in Strobl

Drei Geschäftsfelder für eine starke Erwachsenenbildung

Das Kooperative System setzt auf drei zentrale Säulen, die die Professionalisierung der Branche vorantreiben:

Die Weiterbildungsakademie Österreich (wba) ist das europaweit beachtete Herzstück der Kompetenzanerkennung. Sie überprüft und zertifiziert formal, non-formal und informell erworbene Kompetenzen von Erwachsenenbildner:innen – und schafft so Transparenz und Vergleichbarkeit. So fördert sie die Durchlässigkeit zwischen Erwachsenenbildung und hochschulischer Weiterbildung.

Das Geschäftsfeld „Grundlagen der Erwachsenenbildung“ vermittelt in Basislehrgängen und Seminaren erste Einblicke in das Berufsbild und fördert die Entwicklung eines beruflichen Selbstverständnisses von Erwachsenenbildner:innen. Es bildet eine wichtige Schnittstelle zur wba, etwa durch die Zertifizierungswerkstatt, und konzipiert kooperative Qualifizierungsprojekte.

Das Geschäftsfeld „Bildungsmanagement“ richtet sich an die vielfältigen Anforderungen von Führung, Steuerung und Entwicklung in der Erwachsenenbildung. Es verbindet betriebswirtschaftliche, rechtliche und erwachsenenpädagogische Kompetenzen und qualifiziert Bildungsmanager:innen, Bildungsangebote, Prozesse und Organisationen professionell und zukunftsorientiert zu gestalten.